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Werbespots während des SuperBowls 2016 wieder einmal nur Standard

Übersetzung dieses LinkedIn Posts. Was unser CEO Adam Rubins über den Superbowl und dessen Herausforderungen für die Filmindustrie denkt.

Das größte Sportereignis im Fernsehen ist vorbei: der SuperBowl. Zeit mir die Werbespots der Filmindustrie genauer anzuschauen und etwas konstruktive Kritik abzugeben.

Fernseh-Werbespots passen perfekt zu großen Sportevents: das Format ist dafür gemacht, die Massen anzusprechen. Man könnte es mit einem großen Fischernetz vergleichen, das über viele Zielgruppen geschmissen wird. Beim Einholen bleibt einem nur zu hoffen, dass die richtigen Fische im Netz sind, und man sich nicht zu sehr um den Beifang kümmern muss. Was natürlich Sinn macht, da ein Drittel des gesamten Markts so erreicht werden kann. Alles was man jetzt noch braucht, sind fünf Millionen Dollar und ein wenig Content.

Die Zeiten haben sich ein wenig geändert. Die Reichweite ist zwar nach wie vor von großer Bedeutung, vor allem dann, wenn Produkte für einen großen Markt verkauft werden. Aber was ist mit dem ROI? Wie steht es um die Qualität des Contents, oder dem Einfluss auf das Verhalten? Das sind Fragen, die mich wesentlich mehr interessieren. Reichweite war gestern. Heute geht es um das Engagement.

Wie steht es also um die Werbespots der Filmindustrie?

Momentan wirken diese wie am Reißbrett entworfen. Eventbezug – Check. Viel Action – Check. Filmtitel und Call-To-Action – Check. Das funktioniert seit Jahren, warum also ändern?

Wir analysieren die SuperBowl Werbung schon seit einigen Jahren. Das Megaevent bietet eine ideale Plattform etwas Neues und Interessantes zu starten – ein Statement abzugeben. Und immer wieder zeigt sich dasselbe Muster: Diejenigen Filme, die den SuperBowl „gewinnen“, machen etwas anders und stechen damit aus der grauen Masse hervor. Sei es durch neues, spektakuläres Filmmaterial oder eine gelungene Kampagnen-Verlängerung in die digitale Welt.

Ich muss zugeben, dass ich dieses Jahr ein wenig enttäuscht gewesen bin. Bei den Kosten für einen Werbeslot finde ich einen Standard-Spot, der so auch im Vorabendprogramm laufen könnte, eine vergebene Chance. Natürlich kann man das nicht 100% pauschalisieren – ein paar nette Voice-Over Effekte hier und etwas eingängige Musik dort gab es schon. Die Herausforderung ist jedoch, wie kann ich die 30 Sekunden nutzen, um jemanden dermaßen zu fesseln, dass er alle anderen Spots vergisst und die Tage zählt, bis er endlich ins Kino gehen kann. Deswegen bin ich wenig überrascht, dass Das Dschungelbuch bei den geplanten Kinogängen ganz weit vorn liegt. Geht es doch um den WOW-Effekt und darum, diesen auf anderen Plattformen zu verlängern.

Alles Weitere findet ihr in unserer Infographic. Viel Spaß damit!

Film_Superbowl_global

Written by Adam Rubins
February 12, 2016